Eine saubere Sache: Die Jugendfeuerwehr der Stadt Stein hat bei der landkreisweiten Aktion „Saubere Landschaft“ fleißig mit angepackt. Die Jugendlichen halfen mit, im Stadtgebiet Stein den Müll einzusammeln, den rücksichtslose Zeitgenossen in der Natur hinterlassen haben. In diesem Jahr fand die Aktion – anders als 2021 – wieder im Frühjahr statt. Die Aktion endete gegen Mittag am städtischen Bauhof. Zur Stärkung und als Dankeschön erhielten alle Beteiligten ein Lunchpaket. Steins Bürgermeister Kurt Krömer bedankte sich bei allen Vereinen, Verbänden und Organisationen, die an der Aktion mitgewirkt haben.
Am Samstagnachmittag wurde die Feuerwehr Stein zusammen mit der Feuerwehr Deutenbach zu einer Rauchentwicklung in einem leerstehenden Haus im Deutenbacher Waldgebiet alarmiert. Vor Ort bestätigte sich die Meldung: Das Gebäude stand im Vollbrand. Da die Einsatzstelle etwa 200 Meter von befestigten Straßen entfernt lag, mussten die Einsatzkräfte zunächst eine lange Schlauchleitung dorthin verlegen. Anschließend gingen mehrere Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten und drei C-Rohren vor und konnten das Feuer so zügig eindämmen.
Da immer wieder Teile des Dachstuhls einstürzten, war es zu gefährlich, das brennende Gebäude zu betreten. Die weiteren Löscharbeiten gestalteten sich daher schwierig: Denn damit sich die Drehleiter dem Haus nähern konnte, mussten die Einsatzkräfte die Zufahrt mit der Motorkettensäge von Ästen und Bäumen befreien. Die brennende Zwischendecke konnten die Feuerwehrleute dann über die Drehleiter ablöschen. Gleichzeitig räumten weitere Atemschutztrupps die angrenzenden Holzstapel auseinander, um auch an tieferliegende Brandherde zu gelangen.
Während der Löscharbeiten schrillten die Funkmeldeempfänger gegen 17.30 Uhr erneut: Im Ortsteil Oberweihersbuch war es im Waldgebiet zu einer weiteren Rauchentwicklung gekommen. Da die Feuerwehr Stein mit allen Fahrzeugen im ersten Einsatz gebunden war, alarmierte die Leitstelle Nürnberg neben der Feuerwehr Weihersbuch auch die Feuerwehr Oberasbach. Der Einsatzleiter ließ zur Unterstützung zusätzlich auch die Feuerwehr Gutzberg/Sichersdorf alarmieren. An dieser Einsatzstelle waren Waldarbeiterabfälle in Brand geraten, welcher von den alarmierten Kräften abgelöscht wurde.
Nach etwa vier Stunden Einsatzdauer am brennenden Wohnhaus konnten die ersten Einsatzkräfte zum Feuerwehrhaus zurückkehren und die Fahrzeuge wieder einsatzbereit machen. Die letzten Feuerwehrleute konnten die Einsatzstelle nach fünf Stunden und ausgiebigen Nachlöscharbeiten verlassen. Während der Aufräumarbeiten mussten die Steiner First Responder erneut nach Deutenbach zu einem medizinischen Notfall ausrücken. Ingesamt war die Feuerwehr Stein an diesem Tag mit 45 Einsatzkräften und zwölf Fahrzeugen im Einsatz.
Vergangenen Freitag wurden wir erneut zu einem gemeldeten Gartenhüttenbrand zusammen mit der Feuerwehr Gutzberg in deren Ortsteil alarmiert. Bei eintreffen der ersten Kräfte der Feuerwehr konnte eine starke Rauchentwicklung aus einer Gartenhütte festgestellt werden. Ein Trupp ging unter schwerem Atemschutz mit einem C-Rohr in die Gartenhütte vor. Vermutlich ein defekter Einbaukühlschrank – welcher die enorme Rauchentwicklung verursachte – konnte schnell aus der Hütte geholt und so ein größerer Schaden vermieden werden.
Anfang Februar wurde die Feuerwehr Stein zusammen mit der Feuerwehr Roßtal zu einem Gartenhüttenbrand nach Roßtal alarmiert. Bereits auf der Anfahrt informierte die Leitstelle darüber, dass mehrere Anrufe eingegangen waren und unterschiedliche Meldungen vorlägen. Daher wurde der Einsatz auf die Kategorie „Zimmerbrand“ erhöht.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte der Feuerwehr Roßtal war die Rauchentwicklung schon stark fortgeschritten und der Brand eines Carports hatte auf die Hausfassade übergegriffen. Mit dem Wasserwerfer der Drehleiter löschten die Steiner Einsatzkräfte Teile der Fassade und den Dachstuhl des Carports. Gleichzeitig ging die Feuerwehr Roßtal mit mehreren Strahlrohren und Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung vor. Außerdem ließ der Einsatzleiter der Feuerwehr Roßtal die Feuerwehren Buttendorf und Buchschwabach zur Unterstützung nachalarmieren.
Nachdem es gelungen war, den Brand einzudämmen, entfernten die Feuerwehrleute Teile der Dachhaut, der Fassade und der Decke eines angrenzenden Zimmers, um versteckte Glutnester für Nachlöscharbeiten aufzudecken. Nach knapp drei Stunden war der Einsatz soweit abgeschlossen, dass die elf Einsatzkräfte aus Stein, die neben der Drehleiter auch mit einem Löschfahrzeug sowie dem Gerätewagen Logistik angerückt waren, wieder ins Feuerwehrhaus zurückkehren konnten.
Auf Anforderung der Polizei wurden wir am späten Samstagabend zusammen mit der Feuerwehr Zirndorf zum Wehr an die Felsenstraße gerufen. Zwei Jugendliche hatten eine Gelbe Tonne in die Rednitz geworfen, die nun von uns geborgen werden sollte. Mittels Flaschenzug konnte unser neues Rettungsboot zu seinem ersten Einsatz mit zwei Kamerad:Innen über die Drehleiter zur eigentlichen Einsatzstelle mehrere Meter tiefer abgelassen werden. Dort wurde an der Mülltonne eine Leine befestigt, mit welcher wir den Abfallbehälter anschließend aus dem Fluss bergen konnten. Ein aufmerksamer Bürger konnte die Jugendlichen anfangs bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Auf diese kommt nun die Rechnung der Einsatzkosten zu.
Bilder: Kurt Krömer – 1. Bürgermeister Stein | Feuerwehr Stein
Am Mittwochabend wurden wir zusammen mit der Feuerwehr Veitsbronn und der Feuerwehr Roßtal zur Bahnstrecke Nürnberg – Schnelldorf – Höhe Hainberg – mit der Meldung „Person von Zug erfasst“ alarmiert. Nachdem die Bahnstrecke durch die DB Notfallleitstelle umgehend gesperrt wurde, teilten wir nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle unsere Mannschaft in mehrere Suchtrupps ein und suchten die Bahnstrecke mit Handlampen nach der vermeintlichen Person ab. Parallel hierzu wurde Kontakt mit dem Lokführer aufgenommen und hier weitere Angaben zum Aufprallpunkt, Bremsweg und Anzahl der Zuginsassen erhoben. Zur Unterstützung bei der Suche auf der Bahnstrecke wurde hierzu die Feuerwehr Oberasbach nachalarmiert, und die Bahnstrecke mit der Wärmebildkamera an der Drohne kontrolliert.
Kurze Zeit später konnte der erste Suchtrupp Überreste eines Rehs im Gleisbereich, ca. 800 Meter vor der Einsatzstelle finden. Die Meldung von der vermeintlich angefahrenen Person bestätigte sich zum Glück nicht. Nach Rücksprache mit der Bahnpolizei und dem Notfallmanager der DB, sammelten wir die Überreste des Wildtieres ein. Da alle Personen einschließlich des Lokführers wohlauf waren, konnte der Zug seine Weiterfahrt nach knapp eineinhalb Stunden fortsetzen.
Heute Abend wurde die Freiwillige Feuerwehr Stein zu einem ausgelösten privaten Rauchwarnmelder gerufen. Vor Ort wurde eine verrauchte Wohnung vorgefunden. In der Wohnung befand sich noch eine Person, die durch den Rauch bewusstlos geworden war. Der Angriffstrupp rettete die Person, die im Anschluss von den First Respondern bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes versorgt wurde. Nachdem die Wohnung belüftet worden war konnten die Einsatzkräfte wieder einrücken.
Am zweiten Adventssamstag unterstützte ein Team der Feuerwehr Stein die Impfaktion in der Grünen Halle in Fürth. Die Steiner Feuerwehrler halfen bei der Erfassung der Personen, die sich zur Impfung angemeldet hatten. Bei der Organisation und Abwicklung der Impfaktion waren Feuerwehren aus Stadt und Landkreis Fürth, Berufsfeuerwehr, BRK und THW beteiligt. Es war der erste von mehreren Sonderterminen, die an den Adventswochenenden in der Grünen Halle stattfinden.
Die First-Responder-Einheit der Feuerwehr Stein bekommt personelle Verstärkung: Am vergangenen Wochenende haben acht Feuerwehrleute erfolgreich ihren First-Responder-Kurs absolviert. Dieser entspricht inhaltlich den Lehrgängen „Einsatzsanitäter“ oder „SAN Teil A und B“. Künftig werden die neuen First Responder bei medizinischen Notfällen mit ausrücken, um die Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdiensts zu versorgen.
Das Wissen dafür haben sie in einer intensiven sechswöchigen Ausbildung erlernt. In rund 80 Unterrichts- und Übungsstunden erlernten sie medizinisches Basiswissen in Bereichen wie Herz und Kreislauf, Beatmung, Neurologie, Traumaversorgung und Reanimation. Aber auch rechtliche und organisatorische Grundlagen des Rettungsdienstes, Hygiene und Crew Resource Management standen auf dem Lehrplan. Das theoretisch erworbene Wissen übten die Beteiligten des Kurses in zahlreichen Fallbeispielen ein, bei denen sie auch den praktischen Umgang mit rettungsdienstlichen Geräten und Materialien erlernten, zum Beispiel Verbandszeug, Blutdruckmanschette oder Beatmungsbeutel.
Um die neu erworbenen Kenntnisse zu vertiefen, werden die neuen First Responder in den kommenden Wochen auch ein Rettungswagen-Praktikum absolvieren. Dabei sind sie bei einer Schicht eines Rettungswagen-Teams dabei und lernen so den Alltag im Rettungsdienst kennen.
Am Samstag stand für die Teilnehmer des diesjährigen First-Responder-Lehrganges ein absolutes Highlight an. Nachdem sie sich seit Lehrgangsbeginn Anfang Oktober vorrangig mit Theorieeinheiten und Stationenausbildung beschäftigt hatten, um die gelernten Inhalte Stück für Stück zu verinnerlichen, stand nun ein ganzer Tag voll Fallbeispielen auf dem Plan.
Die First Responder (FR) in Ausbildung waren in Teams zu zwei oder drei Leuten unterwegs, wie es im normalen Einsatz auch der Fall ist, und bekamen zahlreiche unterschiedliche Aufgaben in Form von Übungseinsätzen gestellt. Dabei wurden sie jeweils von der Leitstelle zum Einsatzort alarmiert, wo sie sich zunächst ein Bild von der Lage machten, angemessene Erstmaßnahmen durchführten und die Patienten betreuten. Nach Eintreffen des Rettungsdienstes fand jeweils die Patientenübergabe statt. Dabei geben die Einsatzkräfte der Feuerwehr dem Rettungsdienst einen Überblick über die initiale Lage, durchgeführte Maßnahmen und den aktuellen Zustand des Patienten, bevor sie dann den Rettungsdienst bei der weiteren Patientenbehandlung unterstützen.
Die insgesamt sieben Fallbeispiele umfassten sowohl internistische als auch chirurgische Notfälle. Die Meldebilder reichten von Verdacht auf Schlaganfall über Verkehrsunfall mit Kraftrad, allergische Reaktion und Kettensägenunfall bis hin zu einer Reanimation mit anschließender Drehleiterrettung, um nur ein paar der Stationen zu nennen. Nachdem das Einsatzspektrum so breit gestreut war, konnten die Auszubildenden unter realen Bedingungen lernen, wie beim jeweiligen Notfall gehandelt wird, worauf der Fokus liegt, wo eventuelle Schwierigkeiten im Einsatz liegen können und wie man damit umgeht. Zudem konnten sie wertvolle Praxiserfahrung im Umgang mit dem Patienten sammeln und die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst üben.
An dieser Stelle möchten wir auch den Trupps der Malteser aus Eibach und des BRK aus Stein danken, die ehrenamtlich am Praxistag mitwirkten und die Durchführung in dieser Weise durch ihre Teilnahme erst ermöglichten. Da sie mit Rettungswagen anwesend waren, konnten die Lehrgangsteilnehmer neben der Zusammenarbeit mit den Sanitätern auch den Umgang mit der Trage, dem EKG und weiteren Gerätschaften des Rettungsdienstes lernen.
Für die Teilnehmer des FR-Lehrgangs geht es nun in den Endspurt, denn am 20. November findet die Abschlussprüfung statt. Nach absolvierter Theorie, Stationenausbildung, einem erfolgreichen Praxistag und weiteren anstehenden Übungen mit Fallbeispielen sehen wir unsere FR-Azubis jedoch bestens vorbereitet und wünschen jetzt schon viel Erfolg für den Lehrgangsabschluss!